Lucas Gehrmann
Natura morta vivente – con bravura or misteriosa, manchmal auch: con calamari.
Karin Pliem‘s Symbiotic Unions als holobiontische Stillleben

Das Stillleben heute ist kaum noch still. Über fast vier Jahrhunderte hinweg hatte dieses Genre als bedachtsam komponierte „Natura Morta“ – tranquillo e pensieroso – an die Vergänglichkeit des Lebens, der Dinge und all unseres Strebens gemahnt. ... [ weiterlesen ] »

Lucas Gehrmann,
in: Karin Pliem: Symbiotic Unions, Hohenems–Wien–Vaduz: Bucher Verlag 2016, S. 7-11

Der Titel dieses Buches – und zugleich auch derjenige einer 2016 begonnen Werkgruppe Karin Pliems – ist einer naturwissenschaftlichen Debatte um die Entstehung der Artenvielfalt und die natürliche Selektion entlehnt. ... [ weiterlesen ] »


Ludwig Seyfarth, „Eine Weltgesellschaft der Blumen“,
in: Karin Pliem: Symbiotic Unions, Hohenems–Wien–Vaduz: Bucher Verlag 2016, S. 21-23 (d)

Was wir auf Karin Pliems Gemälden abgebildet sehen, sind zunächst vegetabile Formen, vor allem Blumen. Ohne botanisches Wissen können wir allerdings nur erahnen, dass es sich um Pflanzen aus unterschiedlichsten Regionen und Ökosystemen der Welt handelt, die auf einem Bild versammelt sind. ... [ weiterlesen ] »


Kurt Kladler, „Inscapes“,
in: Karin Pliem: Symbiotic Unions, Hohenems–Wien–Vaduz: Bucher Verlag 2016, S. 33-35

Fahlfarbige Blüten, zerstiebende Farben, wirbelnd ausgestreut und zu Formen verdichtet, bieten sie dem Schausinn ein Fest. In der Abfolge des Eintauchens von Bild zu Bild gleicht es einem Rausch, in dem uns Rhythmen des Wachsens sowie das Pulsieren von Farben und Formen selbstverloren tragen. Und wenn wir schwebend in die Gegenwart des Empfangens gerückt werden, so bewirkt die Malerei von Karin Pliem diesen Zustand aus sich selbst heraus.... [ weiterlesen ] »


Margit Zuckriegl, „Das Naturschöne und das Kunstschöne“,
in: Karin Pliem: Symbiotic Unions, Hohenems–Wien–Vaduz: Bucher Verlag 2016, S. 61-63 (d)

Mit der Entdeckung der Natur als Topos der künstlerischen Formulierung im 19. Jahrhundert war stets die Idee verbunden, dass das „Natürliche“ an sich „schön“ sei. Die Natur kann nichts Unschönes hervorbringen, ob Vegetation, Kristallformationen oder Luftspiegelungen.... [ weiterlesen ] »


Vanessa Joan Mueller, Extract from: Booklet , Kunsthalle Wien (publisher),
Vienna 2015, p. 26
Karin Pliem
Nature and culture are productive opposites. While the former represents the original, the unspoiled, the latter is considered its transformation, if not its transcendence. The relationship between nature and culture is not however one of antagonism, instead they are virtually dependent on one another. ... [ weiterlesen ] »


Karin Pliem, Concursus naturae

Auf meinen Leinwänden erörtere ich potenzielle Übereinkünfte von Natur und Zivilisation, indem ich bildlich transformierte Darstellungen verschiedenartiger Lebewesen aus unterschiedlichen Ökosystemen und Weltregionen in jeweils differente Konstellationen bringe. Auf- und verblühende Gewächse aus Tropenwäldern, Alpentälern oder botanischen Gärten können hier mit transgenen Pflanzen, Wassertieren oder auch mit im Malprozess neu geschaffenen Blüten-Hybriden zusammentreffen.... [ weiterlesen ] »


Lucas Gehrmann
Karin Pliem: Konvolutionen (2014)

Karin Pliem zeigt uns eine Natur, die es von Natur aus nicht gibt: auf ihren Leinwänden treffen verschiedenartige Lebewesen aus unterschiedlichen Ökosystemen und Weltregionen zusammen, auf- und verblühende Gewächse aus Tropenwäldern und Alpentälern mit transgenen Pflanzen, mit Meeres- und Süßwassertieren oder auch mit im Malprozess neu geschaffenen Blüten-Hybriden. ... [ weiterlesen ] »


Lucas Gehrmann
Zwei Mitten. Karin Pliems Malerei als Multilog zwischen Wir und Ich (2011)

"Immer wieder auf der Suche nach der Mitte", notiert Karin Pliem 2011 in ihr Reisetagebuch auf der thailändischen Insel Kho Ngai, an deren Stränden sie angeschwemmte Korallenfragmente, vom Wasser erodierte Samenkapseln und Kokosnussschalenrelikte sammelt und ... [ weiterlesen ] »


Karin Pliem
Auf der Suche nach der Mitte, Notizen aus meinem Reisetagebuch Thailand 2011

Wo ist die Mitte, es fehlt die Mitte im Bild. Die Mitte bin ich. [ weiterlesen ] »


Matthias Boeckl
Leben, Sein und Kunst, Zur Malerei von Karin Pliem (2010)

Karin Pliems Malerei berührt den Betrachter auf eine unmittelbare und ursprüngliche, gänzlich unerwartete Weise. Ohne jeden Umweg blickt man direkt in eine betörende Bilderwelt des Blühens und Vergehens.[ weiterlesen ] »


Wolfgang Hilger

Wenn man – wie der Autor – etliche Jahrzehnte im Bereich der bildenden Kunst gearbeitet hat und dabei das Kommen und Gehen von oft nur kurzlebigen Tendenzen und Attitüden über sich ergehen lassen musste, wird man ...[ weiterlesen ] »


Axel Steinmann
BILDER VOM FLUSS DER DINGE (2007)

Das Risiko der Abgrenzung des eigenen Territoriums, der mangelnden oder fehlenden Motivation, andere Landschaften zu erkunden, um die »wilden Früchte«, von denen der Renaissancephilosoph Michel de Montaigne in seinen Essais sprach, zu ernten, ist Sterilität.[ weiterlesen ] »


Annemarie Schermer

In den Bildern von Karin Pliem kommen die kleinen Wunder des Alltags in den Blick: der Mikrokosmos einer Frucht, gläsern schimmernde Fischkörper, die Klarheit der Blattstruktur oder die artifizielle Ästhetik einer Blüte.[ weiterlesen ] »


Klaus Albrecht Schröder
Karin Pliem (2004)

Karin Pliem malt Stillleben – was einen seltsamen Effekt zeitigt: Blumen überlebensgroß, eine Melone überlebensgroß zu malen, das bedrängt, und es bedrängt umso mehr, als all diese Stillleben den Rahmen zu sprengen scheinen.[ weiterlesen ] »